Hallo, ihr Baumeister!
Ich bin Holzi – und wenn draußen Wind, Regen und kalte Nächte anrücken, denke ich natürlich sofort:
Da braucht jemand ein ordentliches Zuhause! 🦫🔨
Im Herbst suchen Igel geschützte Plätze, an denen sie später ihren Winterschlaf verbringen können.
Und weil ich mich mit Bauen ziemlich gut auskenne, machen wir heute Nägel mit Köpfen.
Na ja. Vielleicht auch Schrauben. 😁
🦔 Eure Challenge: Baut ein richtiges Winterquartier für einen Igel!
Heute basteln wir keine Dekoration.
Wir bauen ein Igelhaus, das draußen stehen und einem Igel tatsächlich als geschützter Unterschlupf dienen kann.
Dafür müssen wir nicht nur überlegen, wie es aussieht.
Wir müssen vor allem herausfinden:
Was braucht ein Igel überhaupt?
Denn ein gutes Haus wird nicht für den Baumeister gebaut.
Es wird für seinen Bewohner gebaut.
🦫 Holzis Herbst-Challenge
Baut ein richtiges Igelhaus!
🎒 Das braucht ihr
Für ein stabiles Igelhaus braucht ihr – je nach Bauweise – zum Beispiel:
- geeignetes, möglichst unbehandeltes Holz
- Holzbretter für Wände, Boden und Dach
- Schrauben
- Schraubendreher oder Akkuschrauber
- eventuell eine Säge
- Schleifpapier
- geeignetes Material für ein wettergeschütztes Dach
- trockenes Laub für die Umgebung
- und einen Erwachsenen, der euch beim Bauen hilft
Welche Maße und welche genaue Konstruktion ihr verwendet, sucht ihr vor dem Bauen gemeinsam mit einem Erwachsenen bei einer fachkundigen Igel- oder Naturschutzquelle heraus.
Denn unser Igelhaus soll nicht nur hübsch aussehen.
Es soll für einen Igel geeignet sein.
🔎 1. Werdet zuerst Igel-Architekten
Bevor Holzi auch nur eine Schraube anfasst, wird geplant.
Schaut euch gemeinsam an, wie ein fachgerechtes Igelhaus aufgebaut ist.
Wichtig sind unter anderem:
- genügend Platz im Inneren
- ein geeigneter Eingang
- Schutz vor Regen und Zugluft
- ein trockenes Inneres
- eine sinnvolle Belüftung
- und ein Standort, an dem der Igel möglichst ungestört bleibt
Manche guten Konstruktionen besitzen außerdem einen verwinkelten Eingang oder einen kleinen Vorraum, der zusätzlichen Schutz bieten kann.
Übernehmt deshalb keine zufällige Bastelanleitung, nur weil das Häuschen darauf besonders niedlich aussieht.
Erst informieren. Dann bauen.
Das ist eine ziemlich wichtige Baumeisterregel.
📐 2. Zeichnet euren Bauplan
Jetzt kommt euer eigener Plan.
Zeichnet das Igelhaus von oben oder von der Seite.
Wo befindet sich der Eingang?
Wo liegt später der geschützte Schlafbereich?
Wie kommt das Dach darauf?
Und ganz wichtig:
Wie könnt ihr das Haus später kontrollieren oder reinigen, ohne es auseinanderbauen zu müssen?
Ein abnehmbares oder aufklappbares Dach kann dafür praktisch sein.
Schreibt die benötigten Maße direkt an eure Zeichnung.
Jetzt habt ihr einen richtigen Bauplan.
Holzi wäre zufrieden. 😁🦫
🪵 3. Bereitet eure Bauteile vor
Jetzt wird aus eurem Plan langsam ein Haus.
Messt die benötigten Holzteile aus.
Zeichnet die Schnittstellen an.
Und dann gilt:
Sägen ist Erwachsenenarbeit oder erfolgt nur mit direkter Hilfe und Aufsicht eines Erwachsenen.
Kinder können je nach Alter beim Messen, Markieren, Festhalten, Schleifen und später beim Zusammenschrauben helfen.
Schleift raue Kanten und Splitter sorgfältig ab.
Denn auch bei einem Igelhaus gilt:
Pfoten und Nasen mögen keine Splitter.
🔨 4. Baut die Wände zusammen
Jetzt dürft ihr richtig bauen!
Setzt Boden und Wände nach eurem Bauplan zusammen.
Prüft immer wieder:
Ist alles stabil?
Wackelt etwas?
Gibt es scharfe Kanten?
Stehen Schrauben gefährlich hervor?
Wenn etwas nicht passt, wird nicht einfach kräftiger gedrückt.
Dann schaut ihr nach, warum es nicht passt.
Messen.
Prüfen.
Verbessern.
Genau das machen gute Handwerker.
🚪 5. Baut den Eingang
Der Eingang ist besonders wichtig.
Ein Igel muss bequem hinein- und herauskommen können.
Aber das Haus soll trotzdem möglichst geschützt sein.
Baut ihn deshalb genau nach eurer geprüften Anleitung.
Wenn euer Bauplan einen kleinen Vorraum oder verwinkelten Eingang vorsieht, wird auch dieser jetzt eingebaut.
Und denkt daran:
Der Eingang ist für einen Igel – nicht für eure Hand.
Das Haus soll später kein Spielhaus sein, in das ständig hineingegriffen wird.
Wenn ein Igel einzieht, bekommt er seine Ruhe.
🏠 6. Macht das Dach wetterfest
Ein Schlafzimmer mit Tropfsteinhöhle war nicht der Plan. 😁
Deshalb braucht euer Igelhaus ein Dach, das Regen möglichst zuverlässig abhält.
Baut es nach eurer Anleitung so, dass Wasser ablaufen kann und möglichst nicht ins Haus gelangt.
Ideal ist eine Konstruktion, bei der das Dach später trotzdem geöffnet werden kann, wenn das Haus unbewohnt ist und gereinigt werden muss.
Prüft außerdem:
Gibt es Stellen, an denen Regen direkt hineinlaufen könnte?
Dann verbessert sie jetzt.
🌳 7. Findet den richtigen Platz
Ein tolles Igelhaus am falschen Ort ist leider kein tolles Igelhaus.
Sucht deshalb gemeinsam mit einem Erwachsenen einen ruhigen, geschützten Platz.
Gut geeignet kann zum Beispiel eine geschützte Ecke unter Sträuchern, Hecken oder anderen natürlichen Deckungen sein.
Der Standort sollte möglichst trocken sein und nicht dort liegen, wo ständig Menschen vorbeilaufen, gespielt oder gearbeitet wird.
Und ganz wichtig:
Der Igel braucht natürlich überhaupt eine Möglichkeit, in diesen Garten hineinzukommen.
Ein komplett abgeschlossener Garten ist für wandernde Igel wenig hilfreich.
🍂 8. Macht die Umgebung igelfreundlich
Jetzt bekommt euer Haus noch etwas Umgebung.
Trockenes Laub in der Nähe kann einem Igel Material bieten, mit dem er sein Nest selbst auspolstern kann.
Und hier kommt eine wichtige Erkenntnis:
Ein igelfreundlicher Garten muss nicht überall blitzblank sein.
Ein bisschen Laub.
Geschützte Ecken.
Hecken.
Natürliche Verstecke.
Das kann für Wildtiere sehr wertvoll sein.
Also muss im Herbst nicht jedes einzelne Blatt verschwinden.
Holzi nennt das:
ökologisch durchdachte Gartengestaltung.
Opa Herbert nennt es vielleicht:
„Das Laub bleibt jetzt also wirklich da liegen?“ 😂🍂
🦔 9. Jetzt heißt es: nicht stören!
Das Haus steht.
Und nun?
Warten.
Vielleicht zieht tatsächlich irgendwann ein Igel ein.
Vielleicht aber auch nicht.
Ihr dürft einen Wildigel nicht hineinsetzen, damit eure Challenge „funktioniert“.
Der Igel entscheidet selbst, ob ihm euer Haus gefällt.
Und wenn ihr vermutet, dass ein Igel eingezogen ist:
Lasst ihn in Ruhe.
Nicht ständig das Dach öffnen.
Nicht hineingreifen.
Nicht den Igel herausnehmen.
Nicht für ein Foto wecken.
Ein bewohntes Winterquartier ist kein Schaukasten.
Es ist ein Zuhause.
🔎 10. Beobachtet aus der Ferne
Ihr könnt trotzdem Igelhaus-Forscher bleiben.
Schaut euch die Umgebung an, ohne das Haus zu öffnen.
Hat sich Laub am Eingang verändert?
Gibt es Hinweise darauf, dass dort jemand unterwegs war?
Vielleicht entdeckt ihr irgendwann sogar abends einen Igel im Garten.
Dann könnt ihr beobachten – mit Abstand und ohne ihn zu verfolgen.
Und vielleicht steht irgendwann fest:
Euer Bauwerk hat tatsächlich einen Bewohner bekommen.
Das wäre natürlich ziemlich großartig. 🦔❤️
🎉 Geschafft!
Heute habt ihr nicht einfach ein Häuschen zusammengeklebt.
Ihr habt euch informiert.
Einen Bauplan erstellt.
Gemessen.
Holz vorbereitet.
Gebaut.
Geschraubt.
Auf Sicherheit geachtet.
Einen geeigneten Standort gesucht.
Und dabei gelernt, dass ein gutes Tierquartier vor allem eines können muss:
die Bedürfnisse des Tieres erfüllen.
Ob später tatsächlich ein Igel einzieht, entscheidet nicht ihr.
Aber ihr habt ihm eine Möglichkeit geschaffen.
Und darauf könnt ihr richtig stolz sein.
🏅 Eure FINIVERSUM-Urkunde
Wer ein fachgerechtes Winterquartier für einen Igel baut, bekommt natürlich eine Auszeichnung.
FINIVERSUM-Urkunde
🦔 Igelhaus-Baumeister
Tragt euren Namen und das Datum ein.
Außerdem könnt ihr eintragen:
Unser Igelhaus steht seit: ____________________
Und später vielleicht sogar:
Erster Igel entdeckt am: ____________________
📸 Zeigt uns euer Igelhaus!
Jetzt möchte ich natürlich eure Bauwerke sehen.
Wie sieht euer Haus aus?
Wo habt ihr es aufgestellt?
Habt ihr vielleicht sogar euren Bauplan aufgehoben?
Bittet einen Erwachsenen, ein Foto des fertigen, noch ungestörten Igelhauses an das FINIVERSUM zu schicken.
Wenn bereits ein Igel eingezogen ist, gilt:
Das Haus bleibt geschlossen.
Für ein Foto wird kein Igel gestört.
Dann zeigt uns lieber das Haus von außen.
🐢 Flossenpunkt & Korallenbuch
Wenn ihr eure absolvierte Challenge gemeinsam mit einem Erwachsenen beim FINIVERSUM einreicht, könnt ihr nach unseren Regeln einen Flossenpunkt bekommen.
Und vielleicht schafft es ein besonders durchdachtes Igelhaus sogar in unser Korallenbuch.
Also:
Informieren.
Bauplan zeichnen.
Messen.
Bauen.
Dach wetterfest machen.
Geschützten Platz suchen.
Laub liegen lassen.
Und anschließend den möglichen Bewohner in Ruhe lassen.
Denn die beste Bewertung für ein Igelhaus schreibt am Ende kein Baumeister.
Die schreibt der Igel – indem er einzieht. 🦫🔨🦔🍂
Euer Holzi



