Hallo, ihr Igelentdecker!
Ich bin Igor. Und ich kann euch sagen: Wir Igel sind manchmal ziemlich gut darin, genau dann aufzutauchen, wenn niemand mit uns rechnet. 🦔🍂
Ich selbst bin sogar mitten am Tag durch Oma Silvies und Opa Herberts Garten spaziert.
Das war allerdings ungewöhnlich – und weil ich noch sehr klein war, brauchte ich Hilfe.
Heute sollt ihr deshalb lernen, Igel richtig zu beobachten, ohne sie zu stören.
🔎 Eure Challenge: Findet heraus, ob bei euch Igel unterwegs sind!
Diesmal geht es nicht darum, einen Igel zu suchen, anzufassen oder einzufangen.
Ganz im Gegenteil.
Ihr werdet zu echten Igelforschern und beobachtet, ob und wo Igel in eurer Umgebung unterwegs sind.
Vielleicht entdeckt ihr tatsächlich einen.
Vielleicht findet ihr nur Spuren.
Und vielleicht seht ihr überhaupt keinen.
Auch das ist ein echtes Forschungsergebnis!
Wenn gerade eine offizielle Igelzählung oder Meldeaktion läuft, könnt ihr eure Beobachtung anschließend gemeinsam mit einem Erwachsenen dort melden.
🦔 Igors Herbst-Challenge
Werdet Igelforscher!
🎒 Das braucht ihr
- einen Erwachsenen
- wetterfeste Kleidung
- feste Schuhe
- einen Notizzettel oder ein kleines Forscherheft
- einen Stift
- eventuell eine Taschenlampe
- eine Uhr
- und vor allem: Geduld
Wenn ihr ein Fernglas habt, könnt ihr es mitnehmen.
Und natürlich dürft ihr ein Foto machen, wenn das aus genügend Abstand möglich ist und ihr den Igel dafür nicht stört.
🦔 Los geht's!
1. Lernt euren Forschungsauftrag kennen
Bevor ihr nach draußen geht, merkt euch die wichtigste Regel:
Wir beobachten – wir verfolgen nicht!
Igel sind Wildtiere.
Ihr hebt keinen Igel hoch, nur weil ihr ihn entdeckt habt.
Ihr leuchtet ihm nicht dauernd ins Gesicht.
Ihr scheucht ihn nicht aus einem Versteck.
Und ihr krabbelt ihm auch nicht hinterher, wenn er unter einer Hecke verschwindet. 😁
Euer Ziel ist:
sehen, beobachten, aufschreiben und den Igel anschließend in Ruhe weiterziehen lassen.
2. Sucht einen guten Beobachtungsort 🍂
Überlegt gemeinsam mit einem Erwachsenen, wo ein Igel unterwegs sein könnte.
Zum Beispiel in einem Garten, an Hecken oder an anderen ruhigen, naturnahen Stellen.
Vielleicht gibt es dort Laub, Büsche und Versteckmöglichkeiten.
Wichtig ist:
Ihr bleibt auf sicheren Wegen und Plätzen und geht nicht allein im Dunkeln los.
Igelforschung ist ein Familienabenteuer.
3. Wählt die richtige Zeit 🌙
Igel sind normalerweise vor allem in der Dämmerung und nachts unterwegs.
Darum stehen eure Chancen am Abend oft besser als mitten am Tag.
Zieht gemeinsam los oder setzt euch an einen geeigneten Platz und wartet eine Weile ruhig ab.
Und jetzt kommt der schwierigste Teil:
Nicht dauernd herumrascheln! 😂
Denn manchmal hört man einen Igel sogar, bevor man ihn sieht.
Vielleicht raschelt es im Laub.
Vielleicht schmatzt jemand ziemlich laut.
Das könnte ich sein.
Ich kann das nämlich ausgezeichnet. 😁🦔
4. Igel entdeckt!
Wenn ihr tatsächlich einen Igel seht:
Bleibt ruhig und haltet Abstand.
Beobachtet:
Wo ist er unterwegs?
Was macht er?
Läuft er zielstrebig irgendwohin?
Sucht er am Boden nach Nahrung?
Verschwindet er unter einer Hecke?
Schreibt eure Beobachtung auf.
Zum Beispiel:
Datum: __________
Uhrzeit: __________
Ort: __________
Wetter: __________
Das hat der Igel gemacht: __________
Wenn ihr aus ausreichender Entfernung ein Foto machen könnt, ohne den Igel zu bedrängen, dürft ihr eure Beobachtung damit ergänzen.
5. Kein Igel zu sehen?
Dann ist eure Challenge nicht gescheitert.
Forscher finden nämlich nicht immer das, wonach sie suchen.
Schreibt auch das auf:
Heute keinen Igel gesehen.
Vielleicht versucht ihr es an einem anderen Abend noch einmal.
Ihr könnt auch darauf achten, ob ihr Hinweise entdeckt, dass Igel in der Gegend unterwegs sein könnten.
Aber bitte:
Keine Verstecke auseinandernehmen und keine Laubhaufen durchwühlen.
Wenn dort tatsächlich ein Igel ruht, soll er genau das weiterhin tun können.
6. Werdet Igel-Detektive 🔎
Schaut euch euren Beobachtungsort jetzt einmal mit Igelaugen an.
Gibt es dort:
Laub und natürliche Verstecke?
Hecken oder Büsche?
Durchgänge zwischen Gärten?
Ruhige Ecken?
Oder ist alles völlig aufgeräumt und abgeschlossen?
Überlegt gemeinsam:
Würde sich ein Igel hier wohlfühlen?
So entdeckt ihr plötzlich Dinge, die euch vorher vielleicht gar nicht aufgefallen sind.
7. Wichtig: Ein Igel am Tag ☀️
Jetzt verrate ich euch etwas aus meiner eigenen Geschichte.
Als ich bei Oma Silvie im Garten auftauchte, war es heller Tag.
Und ich war noch sehr klein.
Darum hat Oma Silvie genauer hingeschaut und schließlich Hilfe für mich organisiert.
Ein Igel, der tagsüber unterwegs ist, ist nicht automatisch in Not. Aber ungewöhnliches Verhalten, sichtbare Verletzungen oder ein sehr schwacher Eindruck können Gründe sein, genauer hinzusehen.
Deshalb gilt:
Nicht selbst herumdoktern.
Holt einen Erwachsenen und lasst euch bei Unsicherheit von einer fachkundigen Igelhilfe oder Wildtierstelle beraten.
So helft ihr richtig.
8. Meldet eure Beobachtung
Jetzt wird aus eurer Entdeckung echte Bürgerforschung.
Prüft gemeinsam mit einem Erwachsenen, ob gerade eine seriöse Igel-Meldeaktion oder Igelzählung läuft.
Wenn ja, schaut euch genau an, welche Angaben dort benötigt werden.
Meist sind Dinge wie Ort, Datum und Beobachtung wichtig.
Tragt eure Daten gemeinsam ein.
So kann eure einzelne Igelbeobachtung zusammen mit vielen anderen Meldungen dabei helfen, mehr darüber zu erfahren, wo Igel vorkommen und wie es ihnen geht.
Und plötzlich ist euer kleiner Abendspaziergang Teil eines viel größeren Forschungsprojekts. 🦔🔎
🎉 Geschafft!
Heute habt ihr euch nicht einfach nur auf die Suche nach einem Igel gemacht.
Ihr habt gelernt, wie man ein Wildtier beobachtet, ohne es zu stören.
Ihr habt auf eure Umgebung geachtet.
Ihr habt Daten gesammelt.
Ihr habt vielleicht einen Igel entdeckt.
Oder festgestellt, dass an eurem Beobachtungsort diesmal keiner zu sehen war.
Und genau das ist Forschung:
Hinschauen. Beobachten. Aufschreiben. Herausfinden.
Vielleicht habt ihr jetzt sogar einen ganz neuen Blick auf euren Garten oder eure Nachbarschaft.
Denn während wir Menschen längst wieder im Haus sitzen, beginnt draußen für manchen kleinen Stachelritter gerade erst der Arbeitstag. 😁🦔
📸 Zeigt uns eure Igelforschung!
Habt ihr einen Igel entdeckt?
Wie sah euer Beobachtungsplatz aus?
Oder habt ihr ein richtiges kleines Igel-Forscherblatt ausgefüllt?
Bittet einen Erwachsenen, ein Foto eurer Beobachtung, eures Forscherblattes oder eures igelfreundlichen Gartens an das FINIVERSUM zu schicken.
Aber denkt daran:
Für ein schönes Foto wird niemals ein Igel gestört, angefasst oder aus seinem Versteck geholt.
Der Igel geht immer vor. 🦔❤️
🐢 Flossenpunkt & Korallenbuch
Wenn ihr eure absolvierte Challenge gemeinsam mit einem Erwachsenen beim FINIVERSUM einreicht, könnt ihr nach unseren Regeln einen Flossenpunkt bekommen.
Und vielleicht findet eine besonders spannende Igelbeobachtung sogar einen Platz in unserem Korallenbuch.
Also:
Beobachtungsplatz suchen.
Gemeinsam losziehen.
Leise werden.
Augen und Ohren auf.
Beobachten.
Aufschreiben.
Und eine passende Beobachtung vielleicht sogar offiziell melden.
Und falls ihr dabei irgendwo im Laub ein verdächtig lautes Schmatzen hört …
Ich war's nicht.
Na gut.
Vielleicht doch. 😁🦔🍂
Euer Igor




