Hallo, ihr Samensammler!
Ich bin Milo – und im Herbst sieht es manchmal so aus, als wäre im Garten langsam alles vorbei.
Die Blumen verblühen.
Die Pflanzen werden braun.
Blätter fallen herunter.
Aber wisst ihr was?
In vielen Pflanzen wartet längst der nächste Frühling. 🌱
Ganz klein.
Gut verpackt.
Und manchmal direkt in einem Samenkorn.
🌻 Eure Challenge: Sammelt eigenes Saatgut und bewahrt es bis zum Frühling auf!
Heute geht ihr gemeinsam auf Saatgut-Rettungsmission.
Ihr sucht geeignete Pflanzen, sammelt ihre reifen Samen, trocknet sie richtig, sortiert und beschriftet sie.
Und dann kommt der schwierigste Teil:
warten.
Denn im nächsten Frühjahr holt ihr eure Samen wieder hervor und versucht, daraus neue Pflanzen wachsen zu lassen.
Eure Herbst-Challenge endet also eigentlich erst im Frühling. 😁🌱
🌱 Milos Herbst-Challenge
Rettet Saatgut fürs nächste Jahr!
🎒 Das braucht ihr
- einen Erwachsenen
- kleine Schalen oder Papiertüten zum Sammeln
- Papier zum Trocknen
- Stift
- kleine Papierumschläge oder selbst gefaltete Samentütchen
- eventuell eine Schere
- und natürlich geeignete Pflanzen mit reifen Samen
Ganz wichtig:
Wir sammeln nicht einfach irgendwelche Samen irgendwo draußen.
Am besten beginnt ihr mit Pflanzen aus dem eigenen Garten oder von einem Ort, an dem ihr ausdrücklich sammeln dürft und bei denen ein Erwachsener sicher weiß, um welche Pflanze es sich handelt.
🔎 1. Findet eure Saatgut-Pflanze
Schaut euch gemeinsam im Garten um.
Welche Pflanzen haben geblüht und bilden jetzt Samen?
Für den Anfang eignen sich Pflanzen besonders gut, deren Samen sich leicht erkennen und sammeln lassen.
Vielleicht habt ihr Sonnenblumen.
Ringelblumen.
Kapuzinerkresse.
Erbsen oder Bohnen.
Oder andere geeignete Gartenpflanzen.
Bevor ihr etwas sammelt, findet gemeinsam heraus:
Welche Pflanze ist das?
Sind ihre Samen schon reif?
Kann man diese Pflanze sinnvoll über Samen vermehren?
Denn nicht jede Pflanze funktioniert gleich.
Und genau das macht die Sache spannend.
🌻 2. Findet heraus, wo sich die Samen verstecken
Samen können völlig unterschiedlich aussehen.
Manche sitzen in trockenen Blütenständen.
Andere stecken in Hülsen.
Wieder andere verstecken sich in Früchten.
Schaut euch eure Pflanze genau an.
Wo war vorher die Blüte?
Was ist daraus geworden?
Könnt ihr die Samen erkennen?
Öffnet gemeinsam vorsichtig einen reifen, trockenen Samenstand und schaut hinein.
Da liegt möglicherweise schon die nächste Pflanzengeneration vor euch.
Ziemlich verrückt, oder? 🌱
✋ 3. Macht den Reife-Check
Saatgut wird nicht einfach irgendwann eingesammelt.
Es muss reif sein.
Je nach Pflanzenart können reife Samenstände beispielsweise trocken und braun geworden sein oder sich leicht öffnen lassen.
Aber das sieht bei verschiedenen Pflanzen unterschiedlich aus.
Deshalb schaut vorher nach, woran man bei eurer ausgewählten Pflanze reifes Saatgut erkennt.
Und sammelt möglichst an einem trockenen Tag.
Nasses Saatgut lässt sich schlechter lagern und kann leichter schimmeln.
🥣 4. Sammelt eure Samen
Jetzt wird vorsichtig geerntet.
Haltet eine Schale oder Papiertüte unter den Samenstand und löst die reifen Samen heraus.
Manche fallen fast von allein hinein.
Bei anderen müsst ihr ein bisschen nachhelfen.
Und jetzt kommt Milos wichtigste Sammelregel:
Nicht alles nehmen!
Wenn ihr draußen an einem erlaubten Ort sammelt, bleiben immer genügend Samen für die Natur zurück.
Vögel und andere Tiere können Samen als Nahrung nutzen, und Pflanzen sollen sich natürlich auch selbst weiterverbreiten können.
Im eigenen Garten entscheidet ihr gemeinsam mit eurem Erwachsenen, wie viel ihr für das nächste Jahr braucht.
📝 5. Beschriftet sofort!
Jetzt bitte nicht sagen:
„Das merke ich mir.“
Nein.
Tut ihr nicht. 😂
Spätestens wenn drei Schälchen mit kleinen braunen Körnchen nebeneinanderstehen, beginnt das große Rätselraten.
Deshalb bekommt jede Sammlung sofort einen Namen.
Schreibt dazu:
Pflanze: __________
Gesammelt am: __________
Gesammelt in: __________
Wenn ihr möchtet, könnt ihr außerdem die Blütenfarbe notieren.
Dann wisst ihr im Frühjahr noch genau, was ihr da eigentlich aufgehoben habt.
☀️ 6. Lasst das Saatgut trocknen
Bevor eure Samen eingepackt werden, müssen sie – bei trocken zu lagernden Samen – wirklich gut trocken sein.
Breitet sie auf sauberem Papier aus.
Lasst sie an einem geeigneten trockenen und luftigen Platz nachreifen beziehungsweise nachtrocknen.
Nicht feucht einpacken!
Denn Feuchtigkeit kann dazu führen, dass Saatgut schimmelt und eure ganze Arbeit umsonst war.
Fragt bei eurer Pflanzenart nach, wie sie richtig getrocknet und gelagert wird.
Auch hier gilt:
Nicht jedes Saatgut möchte exakt gleich behandelt werden.
✉️ 7. Baut eure eigenen Samentütchen
Jetzt könnt ihr aus Papier kleine Saatguttüten falten.
Plastiktüten sind für noch nicht völlig trockenes Saatgut keine gute Idee, weil sich darin Feuchtigkeit halten kann.
Gebt eure trockenen Samen in die passenden Tütchen.
Und jetzt wird ordentlich beschriftet:
Milos Saatgut
Pflanze: __________
Farbe/Sorte, wenn bekannt: __________
Erntejahr: 2026
Fund- oder Gartenort: __________
Ihr könnt die Tütchen natürlich auch bemalen.
Dann sieht euer Saatgutlager gleich viel schöner aus.
📦 8. Baut euch eine Saatgutbox
Wenn ihr mehrere Sorten gesammelt habt, braucht ihr einen Platz dafür.
Nehmt zum Beispiel eine kleine Schachtel und macht daraus eure persönliche:
🌱 SAATGUTBOX
Sortiert eure Tütchen hinein.
Vielleicht nach Blumen und Gemüse.
Oder alphabetisch.
Oder einfach so, dass ihr sie wiederfindet. 😁
Lagert euer Saatgut entsprechend den Bedürfnissen der jeweiligen Pflanzenart – viele trockene Gartensamen mögen es trocken, kühl und dunkel.
Und dann heißt es:
Winterpause.
🗓️ 9. Macht euch einen Termin fürs Frühjahr
Dieser Schritt ist wichtig.
Denn wir sammeln die Samen nicht, damit sie für die nächsten acht Jahre in einer Schublade verschwinden. 😂
Schreibt euch deshalb einen kleinen Zettel:
Im Frühjahr pflanzen!
Oder bittet einen Erwachsenen, sich eine Erinnerung zu machen.
Vorher findet ihr gemeinsam heraus, wann eure jeweilige Pflanze ausgesät werden sollte.
Manche Pflanzen dürfen früh starten.
Andere brauchen wärmere Temperaturen.
Euer Saatgut bestimmt den Zeitpunkt.
🌱 10. Das große Frühlingsfinale
Wenn der richtige Zeitpunkt gekommen ist, holt ihr eure Samentütchen wieder hervor.
Und jetzt passiert das, worauf ihr monatelang gewartet habt.
Ihr sät eure eigenen Samen aus!
Bereitet Erde und Töpfe oder einen geeigneten Platz im Garten vor.
Sät nach den Bedürfnissen eurer Pflanzenart.
Gebt Wasser.
Und wartet.
Vielleicht erscheint irgendwann ein winziges grünes Pflänzchen.
Dann könnt ihr sagen:
„Diesen Samen habe ich im letzten Herbst selbst gesammelt.“
Und genau in diesem Moment ist eure Herbst-Challenge wirklich geschafft. ❤️
🔬 11. Macht daraus ein kleines Experiment
Wenn ihr genügend Saatgut habt, könnt ihr sogar forschen.
Sät zum Beispiel mehrere Samen derselben Pflanze aus.
Schreibt auf:
Wie viele Samen haben wir ausgesät?
Wie viele sind gekeimt?
Wann erschien der erste Keimling?
Dann könnt ihr eure eigene kleine Keimstatistik führen.
Und falls nicht jeder Samen aufgeht?
Das gehört dazu.
Auch in der Natur wird nicht aus jedem einzelnen Samenkorn eine große Pflanze.
🎉 Geschafft!
Heute habt ihr etwas Besonderes gerettet:
ein Stück vom nächsten Jahr.
Ihr habt Pflanzen bestimmt.
Reife Samen gesucht.
Gesammelt.
Sortiert.
Beschriftet.
Getrocknet.
Und sicher aufbewahrt.
Und im Frühjahr beginnt alles wieder von vorn.
Aus einem winzigen Samenkorn kann eine große Sonnenblume werden.
Eine Bohnenpflanze.
Eine Ringelblume.
Oder vielleicht irgendwann wieder eine Pflanze voller neuer Samen.
Ein ziemlich genialer Kreislauf, findet ihr nicht? 🌱
🏅 Eure FINIVERSUM-Urkunde
Bei dieser Challenge bekommt eure Urkunde eine Besonderheit.
FINIVERSUM-Urkunde
🌱 Saatgut-Retter
Im Herbst könnt ihr bereits eintragen:
Mein Name: ____________________
Mein Saatgut: ____________________
Gesammelt am: ____________________
Und im Frühling kommt noch etwas dazu:
Ausgesät am: ____________________
Erster Keimling entdeckt am: ____________________
So wächst eure Urkunde gewissermaßen mit eurer Challenge mit.
📸 Zeigt uns eure Saatgutschätze!
Welche Samen habt ihr gesammelt?
Wie sehen eure selbst gestalteten Samentütchen aus?
Habt ihr sogar eine eigene Saatgutbox gebaut?
Bittet einen Erwachsenen, ein Foto eurer Sammlung an das FINIVERSUM zu schicken.
Und im Frühjahr könnt ihr noch einmal nachlegen:
Zeigt uns, was aus euren Herbstsamen geworden ist! 🌱❤️
🐢 Flossenpunkt & Korallenbuch
Wenn ihr eure absolvierte Challenge gemeinsam mit einem Erwachsenen beim FINIVERSUM einreicht, könnt ihr nach unseren Regeln einen Flossenpunkt bekommen.
Und vielleicht schafft es eine besonders schöne Saatgutgeschichte sogar in unser Korallenbuch.
Also:
Pflanze bestimmen.
Reife Samen finden.
Sammeln.
Beschriften.
Trocknen.
Einlagern.
Den Winter abwarten.
Und im Frühjahr wieder aussäen.
Denn manchmal beginnt der Frühling schon im Herbst.
Man sieht ihn nur noch nicht. 🌱🍂
Euer Milo



