Hallo, ihr Insektenforscher!

 

Ich bin Polli. 🐝

Im Sommer summt und brummt es überall.

Bienen fliegen von Blüte zu Blüte.

Hummeln sind unterwegs.

Schmetterlinge flattern herum.

Und dann kommt der Herbst.

Plötzlich wird es stiller.

Viel stiller.

Moment mal ...

Wo sind denn alle hin?

Genau das möchte ich heute mit euch herausfinden.

Also zieht eure Jacken an.

Heute wird nicht gebastelt.

Heute wird geforscht.

 

🔎 Eure Challenge: Geht auf Herbst-Insektenexpedition!

 

Gemeinsam mit einem Erwachsenen sucht ihr an einem möglichst sonnigen Herbsttag nach Stellen, an denen noch etwas blüht.

Dann beobachtet ihr:

Welche Insekten sind im Herbst noch unterwegs?

Welche Blüten besuchen sie?

Wo findet ihr besonders viele?

Und:

Wo ist überhaupt nichts mehr los?

Am besten untersucht ihr nicht nur einen einzigen Platz.

Vergleicht mehrere Stellen miteinander.

Denn heute seid ihr echte Herbstforscher.

🐝 Pollis Herbst-Challenge

Findet heraus, wo die Bienen im Herbst geblieben sind!

🎒 Das braucht ihr

 

einen Erwachsenen

wettergerechte Kleidung

ein kleines Forscherheft und einen Stift

eventuell eine Lupe

wenn ihr möchtet: eine Kamera

eine Uhr oder ein Handy eines Erwachsenen zum Zeitmessen

mindestens zwei oder drei verschiedene Beobachtungsstellen

und ziemlich gute Augen

Eine sonnige und möglichst milde Zeit eignet sich besonders gut für eure Suche.

Und noch etwas:

Die Insekten werden nur beobachtet.

Wir fangen niemanden ein.

Wir setzen niemanden irgendwohin.

Und wir pflücken auch nicht ausgerechnet die Blüten ab, an denen unsere kleinen Herbstgäste noch Nahrung finden.

🌼 1. Sucht die letzten Blüten

Los geht eure Expedition.

Geht gemeinsam nach draußen und sucht nach Pflanzen, die im Herbst noch blühen.

Vielleicht findet ihr welche:

im Garten,

in einem Park,

an einem Wegrand,

auf einer Wiese

oder an einem anderen geeigneten Ort.

Bleibt auf erlaubten Wegen und Flächen.

Wenn ihr eine blühende Stelle gefunden habt, bleibt erst einmal stehen.

Nicht gleich weiterlaufen.

Denn jetzt braucht ihr etwas, das Forscher ziemlich oft brauchen:

Geduld. 😁

 

⏱️ 2. Beobachtet fünf Minuten lang

Jetzt wird es ernst.

Sucht euch eine kleine blühende Fläche oder eine einzelne größere Pflanze aus.

Dann beobachtet sie ungefähr fünf Minuten.

Was passiert?

Kommt ein Insekt?

Noch eins?

Oder überhaupt keines?

Notiert oder malt, was ihr entdeckt.

Zum Beispiel:

🐝 Biene

🐝 Hummel

🦋 Schmetterling

🪰 Fliege

🐞 Käfer

oder:

unbekanntes Insekt

Ihr müsst nicht jedes Tier bestimmen können.

Wenn ihr nicht wisst, wer da gerade herumkrabbelt oder fliegt, ist „unbekannt“ eine völlig richtige Beobachtung.

Bitte nicht raten.

 

👀 3. Schaut genau hin

Wenn ein Insekt eine Blüte besucht, beobachtet es.

Was macht es?

Kriecht es tief in die Blüte hinein?

Fliegt es von Blüte zu Blüte?

Bleibt es lange?

Oder ist es nach wenigen Sekunden schon wieder weg?

Welche Blüten werden besonders häufig besucht?

Und welche scheinbar gar nicht?

Ihr könnt euch eine Lieblingsblüte der Insekten merken.

Aber bitte:

Nur mit den Augen verfolgen.

Die Tiere dürfen selbst entscheiden, wo sie hinfliegen.

 

🗺️ 4. Sucht einen zweiten Platz

Jetzt wird eure Expedition spannend.

Geht zu einer anderen Beobachtungsstelle.

Vielleicht habt ihr zuerst in einem Garten beobachtet.

Dann schaut jetzt an einem Wegrand.

Oder in einem Park.

Oder an einer anderen Stelle, an der noch Pflanzen blühen.

Wieder gilt:

Ungefähr fünf Minuten beobachten.

Dann notieren:

Wie viele Insekten haben wir hier entdeckt?

Welche?

Welche Pflanzen blühen hier noch?

Ist an diesem Ort mehr los?

Weniger?

Oder ungefähr gleich viel?

Jetzt könnt ihr wirklich anfangen zu vergleichen.

 

🌤️ 5. Schaut auch auf das Wetter

Insekten sind keine kleinen Maschinen.

Deshalb schaut ihr nicht nur auf die Tiere.

Schaut auch nach oben.

Ist es sonnig?

Bewölkt?

Windig?

Warm?

Kühl?

Notiert das Wetter zu euren Beobachtungen.

Vielleicht könnt ihr eure Expedition sogar an einem zweiten Herbsttag wiederholen.

Dann vergleicht:

War bei anderem Wetter mehr oder weniger los?

So merkt ihr schnell:

Wer Tiere beobachten möchte, muss auch ihre Umgebung beachten.

 

📝 6. Führt euer Herbstforscher-Protokoll

Für jeden Beobachtungsort könnt ihr eine kleine Seite anlegen:

Datum: __________

Ort: __________

Wetter: __________

Hier blühte: __________

Beobachtete Insekten: __________

Ungefähr so viele: __________

Das ist mir aufgefallen: __________

Jüngere Kinder müssen natürlich keine langen Texte schreiben.

Sie können ihre Blüten und Insekten einfach malen.

Am Ende habt ihr eure eigene kleine Herbst-Insektenstudie.

Das klingt ziemlich wissenschaftlich.

Ist es auch. 😁🐝

 

🔍 7. Findet heraus, wer eure Besucher waren

Jetzt schaut ihr euch eure Beobachtungen noch einmal an.

Vielleicht konntet ihr einige Tiere sofort erkennen.

Bei anderen seid ihr euch nicht sicher.

Dann versucht gemeinsam mit einem Erwachsenen, sie mithilfe einer zuverlässigen Bestimmungshilfe zu bestimmen.

War es wirklich eine Honigbiene?

Vielleicht eine Wildbiene?

Eine Hummel?

Eine Schwebfliege?

Oder etwas völlig anderes?

Gerade bei Insekten kann die genaue Bestimmung schwierig sein.

Deshalb gilt:

Wenn ihr es nicht sicher wisst, bleibt das Tier einfach „unbekannt“.

Ein echter Forscher erfindet keine Antwort, nur damit auf seinem Zettel etwas steht.

 

🍂 8. Findet heraus, warum es stiller wird

Jetzt kommt unsere große Frage:

Wo sind im Herbst eigentlich die ganzen Bienen geblieben?

Darauf gibt es nicht die eine Antwort.

Denn „die Bienen“ sind ganz unterschiedliche Tiere.

Honigbienen leben anders als viele Wildbienen.

Und Hummeln haben wieder ihre eigene Lebensweise.

Außerdem verändern sich im Herbst die Bedingungen.

Es wird kühler.

Die Tage werden kürzer.

Und viele Pflanzen haben bereits aufgehört zu blühen.

Sucht euch deshalb eines der Tiere aus, das ihr heute beobachtet habt, und findet gemeinsam mit einem Erwachsenen heraus:

Was macht genau dieses Tier im Herbst und Winter?

Dann wisst ihr nicht nur, wen ihr gesehen habt.

Sondern auch, was für dieses Tier als Nächstes passiert.

 

🌼 9. Findet das beste Herbstrestaurant

Jetzt vergleicht eure Beobachtungsorte.

Wo habt ihr die meisten Insekten entdeckt?

Welche Pflanzen standen dort?

Gab es viele Blüten?

War der Platz sonnig?

Windgeschützt?

Was war an diesem Ort anders als an den anderen?

Dann kürt ihr euren persönlichen:

🏆 Herbst-Insekten-Hotspot

Vielleicht ist es ein Beet.

Eine kleine Ecke im Park.

Ein Garten.

Oder eine unscheinbare Stelle am Wegesrand, an der ihr vorher einfach vorbeigelaufen wärt.

Jetzt wisst ihr:

Für ein hungriges Insekt kann so ein kleiner Platz ziemlich wichtig sein.

 

❤️ 10. Lasst das Herbstbuffet stehen

Zum Schluss schaut ihr euch euren besten Beobachtungsplatz noch einmal an.

Vielleicht stehen dort Pflanzen, die nicht mehr ganz so ordentlich aussehen wie im Sommer.

Ein paar Blüten sind verblüht.

Stängel werden braun.

Samenstände bleiben stehen.

Herbst eben.

Aber Natur muss nicht überall aussehen wie frisch aufgeräumt.

Deshalb gilt:

Was nicht euch gehört, lasst ihr sowieso in Ruhe.

Und im eigenen Garten könnt ihr gemeinsam mit euren Erwachsenen überlegen, ob wirklich alles sofort abgeschnitten und weggeräumt werden muss.

Denn ein Garten ist nicht nur für Menschen da.

Manchmal ist ein bisschen weniger Aufräumen für Tiere ziemlich praktisch.

🎉 Geschafft!
 

Ihr habt heute nicht einfach nur nach Bienen gesucht.

Ihr habt mehrere Orte untersucht.

Beobachtet.

Gezählt.

Verglichen.

Das Wetter beachtet.

Vielleicht Tiere bestimmt.

Und herausgefunden, was mit einem eurer beobachteten Insekten im Herbst und Winter passiert.

Vor allem habt ihr etwas entdeckt:

Nur weil es draußen ruhiger wird, ist die Natur noch lange nicht leer.

Man muss manchmal einfach genauer hinschauen.

Und wenn ihr beim nächsten Herbstspaziergang irgendwo eine einzelne Blüte entdeckt, denkt ihr vielleicht:

„Mal sehen, wer hier noch zum Essen kommt.“

Dann seid ihr endgültig Herbst-Insektenforscher.

Und falls ihr dabei ein leises Bssssss hört:

Vielleicht bin ich ja gerade auch unterwegs. 🐝😁

🏅 Eure FINIVERSUM-Urkunde

 

Wer im Herbst nach den letzten summenden und krabbelnden Bewohnern sucht und ihre Welt erforscht, bekommt natürlich eine Auszeichnung.

FINIVERSUM-Urkunde

🐝 Herbst-Insektenforscher

Name: __________

Datum: __________

Mehr braucht ein echter Forscher auf seiner Urkunde nicht.

Seine Entdeckungen stehen schließlich im Forscherheft. 😁

📸 Zeigt uns eure Herbst-Expedition!

 

Was habt ihr entdeckt?

Vielleicht fotografiert ihr:

eine besonders gut besuchte Herbstblüte,

euren besten Beobachtungsplatz,

euer ausgefülltes Forscherprotokoll

oder eine Zeichnung eurer entdeckten Insekten.

Ihr müsst dafür kein Tier anfassen, fangen oder für ein Foto verfolgen.

Beobachten reicht völlig.

Bittet einen Erwachsenen, ein passendes Bild eurer Challenge an das FINIVERSUM zu schicken.

 

🐢 Flossenpunkt & Korallenbuch

 

Wenn ihr eure absolvierte Challenge gemeinsam mit einem Erwachsenen beim FINIVERSUM einreicht, könnt ihr nach unseren Regeln einen Flossenpunkt bekommen.

Und vielleicht findet eine besonders spannende Herbst-Insektenbeobachtung sogar einen Platz in unserem Korallenbuch.

Also:

Jacke an.
Blüten suchen.
Fünf Minuten beobachten.
Insekten entdecken.
Nächsten Ort untersuchen.
Vergleichen.
Forschen.
Und herausfinden, wo es im Herbst noch summt und brummt.

Denn nur weil der Sommer vorbei ist, heißt das noch lange nicht:

Feierabend im Insektenrestaurant! 🐝🍂🌼

 

Eure Polli

FINIVERSUM – Geschichten, Wissen und Abenteuer für Kinder und Familien.

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